Die Perle
Die Perle
Süss- oder Salzwasserperlen: was ist der Unterschied? Man kann lange darüber diskutieren, was nun eigentlich "echte" Perlen sind. Wenn als Kriterium dafür Perlen gemeint sind, die in ihrer natürlichen Umgebung gefunden werden, gibt es recht wenig darüber zu fachsimpeln. Schon in der Jugendstilepoche um 1900 sind Perlen, die ausschliesslich unter natürlichen Bedingungen entstanden waren, immer seltener geworden. Aber wie entsteht eigentlich eine Perle?
Die Perle bildet sich, wenn ein Fremdkörper in eine Auster bzw. Muschel eindringt. Das kann z.B. ein Sandkorn oder ein kleines Tier sein, das sich zwischen dem Muscheltier und der Muschelschale einnistet. Um den "Eindringling" herum baut das Abwehrsystem des Schalentieres Schicht für Schicht Perlmutt. Jedes Jahr wächst die Perle nur einen Bruchteil von Millimetern. So entsteht nach vielen Jahren in der Muschel eine glänzende Perle.
Heutzutage werden bei der Perlenzucht keine Austern mehr verwendet, sondern Muscheln. Das Entstehen der Perlen wird auch nicht mehr dem Zufall überlassen; der Perlenzüchter präpariert das Schalentier mit einem Kern. Anschliessend vollbringt die Muschel ganz allein ein kleines Wunder, indem sie den Fremdkörper immer und immer wieder mit eigenen Perlmuttschichten überzieht. Sie lässt sich dabei zwar viel Zeit; dennoch arbeitet sie immer stetig an "ihrer" Perle. Nur heftiger Regen und viel Plankton können sie störend auf das Wachstum auswirken. Solche Naturperlen werden in Muscheln gezüchtet, die in Salz- oder in Süsswasser leben.
Ihren Glanz verdankt die Perle nicht dem Schleifen oder Polieren; das macht die Natur selbst! Perlmut besteht aus klitzekleinen, vollkommen gleichmässig angeordneten Kristallen. Diese Struktur sorgt dafür, dass das Licht, das auf die Perle fällt gebrochen wird und alle Farben des Regenbogens reflektiert!
Solch interessante Fakten über die Entstehung einer Perle vergrössern unsere Wertschätzung für die Wunder der Natur. Und letztenendlich wird durch das Tragen solch einmaligen Schmucks die Anmut einer Frau verstärkt, denn nicht selten spricht ein Ehemann von ihr als "seine Perle". Perlenschmuck ist eben etwas Besonderes; er ist elegant und einfach schön. Aber:
wie bleiben Perlen schön?
Natürlich ist Ihnen bekannt, dass Perlen sich nicht mit Parfüm und Haarlack vertragen. Auch Säuren mögen Perlen nicht, weil sie aus einer Kalkverbindung bestehen und Kalk verträgt sich einfach nicht mit Säure. Alles was aus einer Spraydose kommt ist nicht gut für Perlen. Deshalb ist es empfehlenswert, erst Ihr Make-up aufzutragen und danach den Perlenschmuck! Je öfter Sie Ihre Perlen tragen, desto schöner bleiben sie. Das resultiert aus der Zusammensetzung der menschlichen Haut, die letztendlich wie ein Schutz für die Perlen fungiert.
Wenn Sie Ihren Perlenschmuck eine Weile nicht getragen haben, wischen Sie ihn einfach mit einem feuchten Tuch ab, auf das ein wenig Olivenöl getropft wurde. Achten Sie aber darauf, dass das Öl nicht auf den geknoteten Seidenfaden kommt. So werden Ihre Perlen wieder prächtig glänzen. Perlen mögen frische Luft. Sie sind ein Naturprodukt und benötigen immer ein kleines bisschen Feuchtigkeit, die sie sich aus der Frischluft holen.
Schweiss kann sich ebenfalls nachteilig auf den Glanz auswirken. Wenn Sie an einem schwülen Sommertag ins Schwitzen kommen sollten, reiben Sie dann Ihren getragenen Perlenschmuck bei sich zu Haus mit einem in lauwarmen Wasser getränkten, ausgewrungenen Tuch ab. Wenn Sie Ihre Perlen in einer Schmuckdose aufbewahren, legen Sie sie separat, um Kratzer und andere Beschädigungen zu vermeiden. So können Sie und Ihr Umfeld sich lange an Ihren Perlen erfreuen!
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